Themenkarte zum Fracking

> zur Karte

 

Textauszug:

Was ist Fracking?

Um Erdgas aus tiefen unterirdischen Gesteinsschichten, dortigen Gesteinsporen, zu fördern, reichen herkömmliche Bohrtechniken nicht aus. Stattdessen wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien – Biozide und weitere Substanzen mit toxischer, krebsauslösender und genverändernder Wirkung – unter hohem hydraulischen Druck in das Gestein gepresst.

Durch so entstehende Risse wird Gas freigesetzt, das durch Bohrleitungssysteme an die Oberfläche gelangt. Ein Teil der Chemikalien verbleibt hierbei im Gestein. Eine Verseuchung von Trinkwasser kann bisher nicht ausgeschlossen werden. Jeder Verbrauch endlicher Ressourcen ist ein unwiederbringlicher Eingriff in unsere Umwelt auf Kosten nachfolgender Generationen.

Zudem bestehen Nutzungskonkurrenzen: Wo Fracking stattfindet, verhindert dies andere Nutzungen, auch zur Gewinnung oder Speicherung von Erneuerbarer Energie.

Fracking in unserer Region?

Fracking-Genehmigungen werden heute auf Grundlage des Berggesetzes erteilt. Das Berggesetz trägt den Erfordernissen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes nicht hinreichend Rechnung. Genehmigungen finden ohne Aufklärung und Beteiligung der Bevölkerung statt. Im Vorfeld werden die geologischen Gegebenheiten erkundet und Wirtschaftlichkeitsprüfungen vorgenommen. Hierfür bedarf es sogenannter Aufsuchungserlaubnisse und Bewilligungen. Diese haben keine Bindungswirkung: Spätere Fracking-Genehmigungen müssen gesondert im Rahmen eines Betriebsplanverfahrens beantragt und genehmigt werden.

Im Rahmen des „Erlaubnisfeld Schwarzenbek“, das sich über einen großen Teil des Kreises Herzogtum Lauenburg und des Kreises Stormarn erstreckt, wurde im Jahr 2013 eine Aufsuchungserlaubnis erteilt. Angesichts der hohen Investitionen, die Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufsuchung von Erdgasvorkommen tätigen, sind sich anschließende Fracking-Genehmigungsanträge wahrscheinlich.

 Ich setze mich dafür ein,

  • das Berggesetz dahingehend zu ändern, dass Umwelt-, insbesondere Wasser- und Gesundheitsschutz gewährleistet sind.
  • Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig über Plan- und Genehmigungsverfahren zu informieren und zu beteiligen.

Energiewende statt Fracking

Deutschland verfügt über ausreichend Erneuerbare Energien, die es beschleunigt auszubauen gilt.

Ich begrüße, dass die SPD auf kommunaler, Landes- und Bundesebene für eine Änderung des Berggesetzes eintritt und sich gegen Fracking ausspricht, solange Umwelt- und Gesundheitsschutz nicht gewährleistet sind.

Suche