Zur Sache

Appell aus der Sozialdemokratie für eine beschleunigte Energiewende mit Kohleausstieg bis 2030

b_200_0_16777215_00_images_nina_bilder_Nina_Scheer_MdB-HP.jpgAuf einer heute online geschalteten Plattform mit dem Titel „Sozialdemokratischer Energiewende-Appell“ (www.energiewende-appell.de) melden sich bundesweit Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten mit Aussagen über eine zu beschleunigende Energiewende, die Schaffung von zukunftsfesten Arbeitsplätzen und den Ausstieg aus der Kohle bis 2030 zu Wort. Unter den allesamt fachpolitischen Erstunterzeichner*innen befinden sich sowohl Bundestagsabgeordnete, Landtagsabgeordnete, wie etwa Natascha Kohnen, Landes-Energieminster Christian Pegel, als auch ehemalige Minister bzw. Bundestagsabgeordnete, unter ihnen auch Ernst-Ulrich von Weizsäcker.

Aus der Wissenschaft zeichnet etwa auch Prof. Kai Niebert den Appell, zugleich Präsident des Deutschen Naturschutzrings. Ferner zählen mit klima- und energiepolitischen Fragen aktiv befasste SPD-Mitglieder zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern, darunter etwa Andrea Karsten, Trägerin des Deutschen Solarpreises.

Der Appell benennt die Energiewende als eine „Frage der Gerechtigkeit und friedenspolitische Aufgabe“. Ein sozialverantwortlicher Kohleausstieg bis 2030 werde gelingen – im Zeichen von Gesundheitsvorsorge und zur Schaffung von Arbeit. Es wird ein zu beschleunigender Umstieg auf 100 % Erneuerbare Energien eingefordert. „Ausbau-Mengenbegrenzungen sind verfehlt“ erklärt der Appell, der sich auf die soziale Dimension konzentriert: „Bereits heute gibt es schon 25 Millionen Klimaflüchtlinge; bis 2050 könnten es bis zu 140 Millionen werden. Es drohen weitere Kriege um die Verteilung schwindender Ressourcen“, heißt es.

Der von der SPD-Bundestagsabgeordneten Nina Scheer initiierte Appell folgt der Prämisse ‚global denken und lokal handeln’. Es dürfe nicht um ein Recht auf 2 Grad Klimaerwärmung, sondern es müsse um so wenig CO2 wie möglich gehen. „Andernfalls wird der Klimawandel mit Ernteausfällen, Überschwemmungen und ansteigendem Meeresspiegel sowie als millionenfache Fluchtursache zur Armutsfalle des 21. Jahrhunderts“, so die Ausführungen. Sie schließen mit einem Zitat des im Jahr 2010 verstorbenen SPD-Politikers Hermann Scheer, der unter anderem als Architekt des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gilt und sich weltweit für den Umstieg auf Erneuerbare Energien einsetzte.

Als Online-Plattform richtet sich die sozialdemokratische Stimme für eine zu beschleunigende Energiewende nun an weitere Unterzeichnerinnen und Unterzeichner.

Der Appell im Wortlaut:

„Erneut hat der Weltklimarat die Dringlichkeit für CO2-mindernde Maßnahmen verdeutlicht: Es darf nicht um ein Recht auf 2 Grad Klimaerwärmung, sondern es muss um so wenig CO2 wie möglich gehen. Andernfalls wird der Klimawandel angesichts von Ernteausfällen, Überschwemmungen und ansteigendem Meeresspiegel zur Armutsfalle des 21. Jahrhunderts. Bereits heute gibt es schon 25 Millionen Klimaflüchtlinge; bis 2050 könnten es bis zu 140 Millionen werden. Es drohen weitere Kriege um die Verteilung schwindender Ressourcen.

Der Klimawandel bedroht die Lebensgrundlagen von immer mehr Menschen. Die Ärmeren sind die am ersten und stärksten Betroffenen. Deswegen ist die Energiewende eine Gerechtigkeitsfrage und friedenspolitische Aufgabe!

Die zu beschleunigende Energie-, Mobilitäts- und Wärmewende ist der zentrale Schlüssel des Klimaschutzes. Da 55% der Emissionen des Stromsektors allein auf Braunkohleverbrennung entfallen, brauchen wir den zügigen Ausstieg aus der Kohleverstromung.

Mit einem Umstieg auf Zukunftstechnologien wird ein sozialverantwortlicher Kohleausstieg bis 2030 gelingen – im Zeichen von Gesundheitsvorsorge, zur Schaffung von Arbeit, auch für die heute in der Kohlewirtschaft Beschäftigten und für Wettbewerbsfähigkeit heimischer Wirtschaft.

Erneuerbarer Energien müssen in Kombination mit Speichern und intelligenten Netzen Atom- und fossile Energien verdrängen – nicht umgekehrt. Hierfür müssen Anreize geschaffen werden.

Wir brauchen einen beschleunigten Umstieg auf 100 % Erneuerbare Energien. Ausbau-Mengenbegrenzungen sind verfehlt.

Häufig wird erklärt, nationale Maßnahmen seien für internationalen Klimaschutz nicht maßgeblich. Dies trifft nicht zu. Zum einen entspricht es dem Klimaschutzvertrag von Paris, nationale Klimaschutzbeiträge zu leisten. Zum anderen beweisen die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen in Gestalt des Ausbaus Erneuerbarer Energien wie wichtig Vorreiterrollen sind: Das von dem Sozialdemokraten Hermann Scheer maßgeblich entwickelte und unter Rot-Grün im Jahr 2000 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz gilt als der entscheidende Antriebsmotor einer seither weltweit in Bewegung gesetzten Energiewende. Erneuerbare-Energien-Technologien sind auf diesem Weg auch ökonomisch konkurrenzfähig geworden.

Klimaschutz heißt: Global denken und lokal handeln. Als Technologie- und Exportnation trägt Deutschland eine besondere Verantwortung: dezentral, unter Beteiligung der Menschen vor Ort. So können auch Wertschöpfung in ländlichen Räumen sowie eine Entlastung urbaner Zentren erreicht und Wohnraummangel reduziert werden.

Die Abhängigkeit von endlichen Energieressourcen bedeutet absehbar steigende Energiearmut, wenn sich die Verknappung in den Energiepreisen abbildet. Lieferengpässe von Treibstoffen aufgrund niedriger Flusspegelstände, wie sie zurzeit bereits innerhalb Deutschlands zu unterschiedlichen Preisen führen, sind Warnsignale.

Jährlich werden die Menschen in Deutschland mit 57 Milliarden Euro klimaschädlichen Subventionen belastet. Schadstoffe haben einen Preis, der sichtbar werden muss. Nur so kann ein Energiemarkt entstehen.

Mit einer CO2- bzw. Schadstoffbepreisung für einen fairen Energiemarkt!"

 
„Die schnelle und umfassende Einführung Erneuerbarer Energien heute garantiert, dass wir morgen eine umweltfreundliche, sichere und kostengünstige Energie für alle haben.”

Dr. Hermann Scheer (29.04.1944 – 14.10.2010)

 

Pressemittteilung als Pdf

Scheer: SPD setzt Stärkung der Pflege in Krankenhäusern, Heimen und privaten Haushalten durch

b_200_0_16777215_00_images_nina_bilder_Scheer_Nina_Pressebild_Gruen-quer.jpegDer Fachkräftebedarf in der Pflege und eine alternde Gesellschaft stellen uns vor große Herausforderungen. Heute wurde im Bundestag das Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG) verabschiedet, um die Situation in der Pflege für Pflegekräfte, Pflegebedürfte und ihre Angehörige zu verbessern.

Hierzu erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer:

„Das Pflegepersonalstärkungsgesetz verbessert die Arbeitsbedingungen in der Pflege: es wird dafür sorgen, dass mehr Personal eingestellt und Pflege besser bezahlt wird. Die SPD hat damit in der Koalition einen weiteren Schritt für verbesserte Pflege durchgesetzt.“

In der Pflege scheiden derzeit mehr Kräfte aus als nachkommen. Daher fehlen Deutschland bereits heute 50.000 bis 100.000 Pflegekräfte; nach Schätzungen kann sich der Mangel über die kommenden Jahre verfünffachen. Die hierdurch wachsende Mehrbelastung in den Pflegeeinrichtungen durch zu wenig vorhandenes Personal verschärft die Situation. Im Mai diesen Jahres hatte Nina Scheer gemeinsam mit der SPD Börnsen eingeladen, um mit ihrem Fraktionskollegen Prof. Dr. Karl Lauterbach über die ‚Zukunft der Pflege‘ zu diskutieren. Auch hier wurde deutlich: Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Das Pflegepersonalstärkungsgesetz sieht auch in der Krankenhaus-Pflege eine Verbesserung hinsichtlich der Personalausstattung vor. Jede zusätzliche und jede aufgestockte Pflegestelle am Bett wird vollständig refinanziert. Hierfür gibt es keinen Deckel, daher wird mit einer deutlichen Personalaufstockung gerechnet. Außerdem werden künftig Tarifsteigerungen für das Pflegepersonal im Krankenhaus vollständig refinanziert.

„Mit der Auslagerung der Pflegekosten aus den Fallpauschalen wird für eine vollständige Kostenerstattung und mehr Transparenz gesorgt“, erläutert Nina Scheer.

Für Krankenhäuser wird der Strukturfonds für weitere vier Jahre bis 2022 fortgesetzt. Jährlich werden 500 Mio. Euro für strukturverbessernde Vorhaben aus dem Gesundheitsfonds zur Verfügung gestellt. Anstelle des Pflegezuschlags werden 200 Mio. Euro in die Landesbasisfallwerte überführt und kommen damit allen Krankenhäusern zugute. Weitere 50 Mio. Euro werden für die Förderung von bedarfsnotwendigen Krankenhäusern in ländlichen Regionen bereitgestellt.

In der Altenpflege werden 13.000 zusätzliche Stellen von den Krankenkassen finanziert. Zur Finanzierung stellen die Krankenkassen 640 Mio. Euro bereit. Pflegebedürftige werden hierfür finanziell nicht weiter belastet.

„Endlich werden auch bei der Honorierung der häuslichen Krankenpflege Tariflöhne von den Krankenkassen anerkannt und bezahlt, dies konnte die SPD durchsetzen“, so Scheer und fügt an: „Fahrtkosten für ambulante Behandlungen für pflegebedürftige oder behinderte Patient*innen gelten künftig generell als genehmigt. Es entfällt das langwierige Genehmigungsverfahren. Das ist eine echte Erleichterung für die Betroffenen.“

Pflegende Angehörige können künftig nach ärztlicher Verordnung eine stationäre Rehabilitation in Anspruch nehmen. Der oder die zu Pflegende kann entweder in der Rehaklinik betreut werden oder die Krankenkasse muss für die Zeit des Aufenthalts eine Versorgung koordinieren. Es ist damit zu rechnen, dass damit mehr pflegende Angehörige die Möglichkeiten der Reha nutzen.

 

Pressemitteilung als Pdf

Nina Scheer gratuliert in Lübeck Landessiegerinnen und Landessiegern des Handwerks

Foto: Handwerkskammer Lübeck, v.l.n.r.: Jörn Arp, Nina Scheer, Jan Drexlmayer, Patrick Wagner, Jennifer Gerads, Günther Stapelfeldt
Foto: Handwerkskammer Lübeck, v.l.n.r.: Jörn Arp, Nina Scheer, Jan Drexlmayer, Patrick Wagner, Jennifer Gerads, Günther Stapelfeldt
Am 28. Oktober nahm die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer an der Auszeichnung von 49 Landessiegerinnen und Landessiegern im Rahmen des Leistungswettbewerbes des Deutschen Handwerks, dem Landesentscheid Schleswig-Holstein, teil, die während ihrer beruflichen Ausbildung besondere Leistungen erbrachten.

„Allen Landessiegerinnen und Landessiegern gratuliere ich herzlich zu dieser Auszeichnung und freue mich insbesondere, dass mit Jennifer Gerads aus Ahrensburg, Landessiegerin Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Jan Drexlmayer, Landessieger Fliesen-, Platten- und Mosaikleger aus Geesthacht und Patrick Wagner, Landessieger Anlagenmechaniker aus Ratzeburg gleich drei Siegerinnen und Sieger aus der Region Herzogtum Lauenburg und Stormarn kommen. Handwerksbetriebe stehen für Qualitätssicherung vor Ort, was auch für den ländlichen Raum wertvolle Arbeitsplätze bedeutet. Es hat mich sehr gefreut, bei den Ehrungen dabei gewesen zu sein“, so Nina Scheer.

Der Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks fand bundesweit bereits zum 67. Mal statt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Die Gewinner*innen haben die Möglichkeit, sich für ein Stipendium des Bundesprogramms "Weiterbildungsstipendium" zu bewerben. Jörn Arp, Präsident Handwerkskammer Flensburg überreichte gemeinsam mit Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke und Präsident Handwerkskammer Lübeck die Auszeichnungen.

 

Scheer: Von Bundesminister Altmaier vorgelegte Einigung zu Sonderausschreibungen ist nicht akzeptabel

2015-07-27-Mlln Nina Scheer-QF1
2015-07-27-Mlln Nina Scheer-QF1
Zu der jüngsten Vereinbarung über ein Energiesammelgesetz des Koalitionsausschusses erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer:

„Es ist nicht akzeptabel, wenn die mit dem Koalitionsvertrag für 2019 und 2020 vorgesehenen Sonderausschreibungen zum Ausbau Erneuerbarer Energien nun zeitlich auf drei Jahre gestreckt werden und die Ausbaumenge damit reduziert wird. Anders als dargestellt, geht die Einigung damit nicht über den Koalitionsvertrag ‚hinaus’, sondern unterschreitet die bis 2020 vereinbarten Ausschreibungsmengen.

Eine Fortsetzung von immer neuen Beschränkungen der Energiewende ist sowohl klimapolitisch als auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht hinnehmbar. Zukunftstechnologien brauchen einen Markt mit Zukunft und nicht einen Markt der Beschränkung. Eben mit dieser Erkenntnis wurden in den Koalitionsvertrag 2018 Sonderausschreibungen aufgenommen. Diese gilt es nun umzusetzen – ohne Einschränkung.

Es ist nicht hinnehmbar, wenn Wirtschaftsminister Altmaier nunmehr seit Monaten ein so zentrales Vorhaben im Bereich der Energiewende- und Klimapolitik blockiert und es nunmehr mit solch einschneidenden Einschränkungen zur Einigung vorlegt.

Wenn die Sacharbeit der Koalition eine Unterwanderung ihrer eigens gesetzten Ziele bedeutet, entzieht sie sich ihre Legitimation und kündigt sich auf.“

 

Pressemitteilung als Pdf

Jugendpressetage - Schüler aus Geesthacht besucht Bundestag auf Einladung von Nina Scheer

b_200_0_16777215_00_images_2018_2018-10-19_Lukas_Franke_und_Nina_Scheer.jpgZu den Jugendpressetagen der SPD-Bundestagsfraktion vom 17. bis 19. Oktober 2018 reisten rund 100 Jugendliche aus ganz Deutschland nach Berlin - unter ihnen auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Nina Scheer der Geesthachter Lukas Franke (18).

Das Angebot der SPD-Bundestagsfraktion richtete sich an junge Menschen, die sich für das Zusammenspiel von Medien und Politik interessieren. Neben dem Austausch mit Nina Scheer standen für die Jugendlichen unter anderem ein Gespräch mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden Andrea Nahles, Treffen mit Journalistinnen und Journalisten, der Besuch einer Plenarsitzung sowie von Fernsehstudios auf dem Programm.

Nina Scheer: „Bei den Jugendpressetagen erhalten Jugendlichen einen unmittelbaren Einblick in die Arbeitsweisen des Parlaments und das Zusammenspiel von Politik und Medien.“

Lukas Franke, Schüler an der Geesthachter Alfred-Nobel-Schule: „Die Jugendpressetage boten die Gelegenheit, junge und politisch interessierte Menschen aus ganz Deutschland kennenzulernen und sich miteinander auszutauschen. Das Programm war sehr interessant. Gefreut habe ich mich auch über das persönliche Treffen mit Nina Scheer. Besonders im Gedächtnis blieb mir die Diskussion mit der Berliner Juso-Vorsitzenden Annika Klose. Im Gespräch wurde deutlich, wie sehr sich die Lebensverhältnisse in unterschiedlichen Teilen Deutschlands doch unterscheiden.“

SPD-Fraktion im Dialog mit über 260 Betriebs- und Personalräten

b_200_0_16777215_00_images_2018_SPD-Bundestagsfraktion_im_Dialog_mit_Betriebs-_und_Personalräten.jpgUnter dem Titel ‚Arbeitszeit – Lebenszeit‘ tauschte sich SPD-Bundestagsfraktion mit rund 270 Betriebs- und Personalräten aus ganz Deutschland im Reichstag in Berlin aus. Fachpolitiker*innen der SPD-Bundestagsfraktion wie auch deren Vorsitzende Andrea Nahles sowie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil diskutierten dabei unter anderem mit dem IG-Metall-Bevollmächtigten Roman Zitzelsberger und Prof. Beate Beermann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin etwa über die Verbesserung von Sicherheit, Gesundheit und der menschengerechten Gestaltung der Arbeit sowie zur Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Arbeit und Leben.

„Personal- und Betriebsräte sind Garanten für die Einhaltung von Tarifverträgen und Arbeitnehmer*innenrechten. Es bedarf aber auch einer stetigen Weiterentwicklung der betreffenden rechtlichen Rahmenbedingungen. Hierfür bieten Personal- und Betriebsrätekonferenzen eine wertvolle Grundlage“, so Dr. Nina Scheer, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Schleswig-Holstein. Im Sommer hatte sie gemeinsam mit der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Katja Mast ebenfalls zu einer Betriebs- und Personalrätekonferenz nach Mölln eingeladen, bei der auch Klaus-Stefan Clasen, Mitglied im DGB-Kreisvorstand Herzogtum Lauenburg mitdiskutierte.

Auf Einladung von Nina Scheer nahm auch Helmut Kiehn, stellvertretender Personalratsvorsitzender des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Lauenburg, an der Konferenz teil: „Die SPD Bundestagsfraktion, speziell der Minister Hubertus Heil, haben bei der Betriebs-und Personalrätekonferenz in Berlin den Spagat aufgezeigt, der in Zukunft auf uns zukommt. Alle, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, wollen flexibel arbeiten bzw. arbeiten lassen. Diese Wünsche dürfen nicht dazu führen, dass das hart erkämpfte und sehr wichtige Arbeitszeitschutzgesetz ausgehebelt wird.“

Scheer ergänzend: „Während auf Drängen der SPD auf Bundesebene wichtige Vorhaben wie die Brückenteilzeit eingeführt werden, wird unter der schwarz-gelb-grünen Landesregierung der gegenteilige Weg eingeschlagen: Statt den gesteigerten Bedarf an Tariftreue zu erkennen und Arbeitnehmerrechte zu stärken, nimmt die schleswig-holsteinische Landesregierung neoliberale Denkmuster an und schafft so wertvolle Errungenschaften, wie das Tariftreuegesetz wieder ab. Dabei zeigen die Erfahrungen, dass soziale wie ökologische Standards klare Rahmenbedingungen brauchen.“

 

Rede: Aktuelle Stunde: Notwendige Klimaschutzmaßnahmen zur Einhaltung des 1,5-Grad-Klimaziel

b_200_0_16777215_00_images_2018_2018-10-10-Aktuelle_Stunde_1_kl.png

Aktuelle Stunde Bündnis 90/Die Grünen

„Nach IPCC-Bericht und Gerichtsentscheidung zum Hambacher Wald – Notwendige Klimaschutzmaßnahmen zur Einhaltung des 1,5-Grad-Klimaziel“

Weiterlesen: Rede: Aktuelle Stunde: Notwendige Klimaschutzmaßnahmen zur Einhaltung des 1,5-Grad-Klimaziel

Ehrlicher Klimaschutz verlangt das Ende der Kohleverstromung

 b_200_0_16777215_00_images_pressebild_2015-07-27-Mlln_Nina_Scheer-QF1.JPGZum Bericht des Weltklimarates erklärt SPD-Landesvorstandsmitglied und Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer:

 „Der aktuelle Bericht der Weltklimarates zeigt uns, wie dramatisch die Auswirkungen des Klimawandels schon mittelfristig auf unser Leben sind und räumt mit einem Missverständnis auf: Es darf nicht um ein Recht auf 2 Grad Erwärmung, sondern es muss um so wenig CO2 wie möglich gehen.

Der Rodungsstopp des Hambacher Forsts durch das OVG Münster ist eine Zäsur und Chance. Ehrlicher Klimaschutz verlangt das Ende der Kohleverstromung – global gedacht und lokal gehandelt.

Gemäß dem Koalitionsvertrag muss es um die Schließung der Klimaschutzlücke bis 2020 gehen. Durch Maßnahmen zur Begrenzung von Braunkohleverstromung ist dies möglich. Allein die Braunkohleverstromung ist in Deutschland für 55% der Emissionen im Stromsektor verantwortlich. Die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ hat den Auftrag Vorschläge zu unterbreiten, wie dies gelingen kann.

Die Erreichbarkeit der Klimaschutzziele hängt entscheidend von den Industrienationen ab. Deutschland hat dabei als Exportnation und dank der 1999 unter rot-grün eingeleiteten Energiewende eine weltweite Vorreiterrolle. Die letzten Jahre waren allerdings durch massive Einschnitte gekennzeichnet – sowohl was den Ausbau Erneuerbarer Energien betrifft, die Einbindung von Speichern als auch die Einleitung der Verkehrswende. Hier liegen herausragende Arbeitsmärkte mit Zukunft.

CDU und CSU handeln unverantwortlich, wenn sie Netzengpässe als Argument zur Verlangsamung der Energiewende vorschieben und etwa die in der Koalition vereinbarten Sonderausschreibungen für Erneuerbare Energien blockieren. Gleiches gilt seit Langem für Instrumente der Sektorkopplung.“

Die SPD Schleswig-Holstein hatte zuletzt bei ihrem außerordentlichen Landesparteitag im November 2017 konkrete Forderungen für eine beschleunigte Umsetzung der Energiewende vereinbart: Link

 



Nina Scheer unterstützt Journalistinnen und Journalisten bei Einblick in den Deutschen Bundestag

b_200_0_16777215_00_images_2018_Nina_Scheer_und_Stefanie_Helbig_hp.pngDie SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer unterstützt auch in diesem Jahr die Qualifizierung von Journalistinnen und Journalisten. Vier Wochen lang konnte die Fernsehautorin Stefanie Helbig einen Einblick in den Arbeitsalltag der Abgeordneten erhalten. Möglich machte das ein Programm der Journalisten-Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Zielgruppe sind junge Journalistinnen und Journalisten, die sich im Bereich Politikberichterstattung fortbilden möchten.

Nina Scheer: „Einblicke in die parlamentarischen Abläufe halte ich für sehr wertvoll – gerade, wenn die Entwicklung parlamentarischer Arbeit über einen längeren Zeitraum begleitet wird.“

Frau Helbig arbeitet unter anderem für Verbrauchersendungen wie ZDFwiso und Plusminus. „Es passte deshalb perfekt, dass Nina Scheer auch Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz ist“, sagt sie.


„Ich kritisiere in meinen Beiträgen häufig Gesetze. Besonders spannend war es deshalb, live zu erleben, wie diese entstehen", sagt Stefanie Helbig. „Es wird mir in meiner Arbeit sehr zugutekommen, dass ich die Abläufe im Bundestag und im Gesetzgebungsverfahren kennengelernt habe.“

Neben der Mitarbeit im Abgeordnetenbüro absolvierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein straffes Programm. Sie sprachen mit Staatssekretärinnen und Staatssekretären aus verschiedenen Ministerien, nahmen an Plenar- und Arbeitsgruppensitzungen teil und besuchten die Bundespressekonferenz sowie Hauptstadtbüros unterschiedlicher Medien.


Foto: Nina Scheer und Stefanie Helbig

Nina Scheer gratuliert SPI GmbH zu Auszeichnung für vorbildliche Arbeitsbedingungen

b_200_0_16777215_00_images_pressebild_Dr._Nina_Scheer_MdB_Foto-Benno_Kraehahn.jpgBundesarbeitsminister Hubertus Heil zeichnet die SPI GmbH mit Sitz in Ahrensburg für vorbildliches Engagement bei der Gestaltung guter Arbeitsbedingungen aus. Anlässlich dessen erklärt die schleswig-holsteinische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer:

„Zu der Auszeichnung der SPI GmbH gratuliere ich dem Unternehmen und seinen Mitarbeiterinnen wie Mitarbeitern. Es freut mich sehr, dass sich das Unternehmen für bessere Arbeitsbedingungen einsetzt. Nur zufriedene und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Sinne der Chancengleichheit fair behandelt werden, können ein Unternehmen langfristig zum Erfolg führen. Gute Arbeitsbedingungen sind mir und der SPD-Bundestagsfraktion ein zentrales Anliegen.“

Die SPI GmbH ist ein Anbieter von IT-Dienstleistungen. Das Unternehmen hat erfolgreich am Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur" von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) teilgenommen.

„Wir wünschten uns eine gemeinsam definierte Unternehmenskultur, in der die Mitarbeiter einen fairen Interessenausgleich erfahren und die erforderlichen Freiräume und Strukturen für kreatives Arbeiten mitbestimmen“, erklären die SPI Geschäftsführer Jeanette Rouvel und Dirk Vollmer.              

Nina Scheer begrüßt das Engagement des Betriebes und sieht grundsätzlichen Handlungsbedarf: „Das Ziel muss sein, dass sich alle Beschäftigten in Deutschland auf gute Arbeitsbedingungen verlassen können. Mit der Regelung zur befristeten Teilzeit und dem Recht zur Rückkehr auf die vorherige Arbeitszeit hat die SPD-Bundestagsfraktion zuletzt einen weiteren Schritt für soziale Arbeitsrahmen auf den Weg gebracht.“

Die INQA ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Sozialversicherungsträgern, Gewerkschaften, Stiftungen und Arbeitgebern und wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Für deren Auditierungsverfahren bewerben sich Unternehmen, befragen anonym ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Führungsebene, was verbessert werden sollte, und setzen im Anschluss entsprechende Maßnahmen um.

Am 4. Oktober 2018 von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr wird Bundesarbeitsminister Hubertus Heil im Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Auszeichnung überreichen.