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Förderverein für Ambulante Palliativarbeit Hamburg e.V. und DGB Hamburg, Veranstaltung zum Thema: „Hilfe zum Suizid“

Details

Datum:
1. Februar
Zeit:
19:00 bis 20:30
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Veranstaltungsort

Gewerkschaftshaus Hamburg, Musiksaal

Vor etwas mehr als zwei Jahren hat das Bundesverfassungsgericht dem Bundestag aufgetragen, ein Gesetz zu formulieren, das eine Hilfe zur freiwilligen Selbsttötung durch Ärzte oder andere Personen ermöglicht.

Der Suizid ist keine Straftat. Die Unterstützung eines Menschen bei einem solchen Vorhaben war aber Ärzten bisher weitgehend verwehrt. Ein neues Gesetzesvorhaben – drei Entwürfe dazu liegen dem Bundestag inzwischen vor, einen Fraktionszwang bei der Abstimmung wird es nicht geben – soll eine Mitwirkung Fachkundiger bei einem Suizidvorhaben, unter den Bedingungen ermöglichen, dass der Patientenwunsch als beständig angesehen werden muss und eine gewerbliche Absicht mit der Unterstützung nicht verbunden ist.

Zu den zentralen Bedenken gehört nach wie vor die Vorstellung, es könne in der Gesellschaft ein Konsens wachsen, der alten und pflegebedürftigen Menschen nahelegt, ihr Leben freiwillig zu beenden, weil Pflege- und Unterstützungsleistungen nur noch in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen. Dem gegenüber steht die vom Verfassungsgericht betonte Autonomie, d.h. die Einräumung der Möglichkeit für jedermann, jederzeit mit Unterstützung durch Ärzte und/oder andere Personen aus dem Leben zu scheiden.

Politisches Ziel: Aufklärung über das Gesetzesvorhaben bzw. – falls das Gesetz schon beschlossen ist – Diskussion über die Realisierung der getroffenen Regelungen und deren Hürden.

Das Podium der Veranstaltung soll gebildet werden durch:

Dr. Nina Scheer (SPD), Mitglied des Deutschen Bundestages Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn Süd

Dr. Michael de Ridder, Berlin, Palliativmediziner und Kläger vor dem Bundesverfassungsgericht

Dr. Bettina Wehner-Wöbbeking, DGB-Senioren Hamburg

Sven Goldbach, Hamburg Fachpflegekraft für Palliativmedizin, Mitgeschäftsführer von „Palliativpartner Hamburg“

Moderation: Dr. Lutz Hoffmann (Onkologe, Palliativmediziner)

Die Veranstalter sind der Förderverein für Ambulante Palliativarbeit Hamburg e.V. (FAPH) und der DGB Hamburg.