Scheer fordert umgehende Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit am Stauwehr Geesthacht

Veröffentlicht von Nina Scheer 26. Juni 2020

Seit im Som­mer 2019 von Sei­ten des Was­ser und Schiff­fahrts­am­tes Lau­en­burg in Ver­ant­wor­tung durch das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um Bau­maß­nah­men zur Stand­si­che­rung des Geest­hach­ter Wehrs durch­ge­führt und durch Abrie­ge­lung der Rin­nen die Lock­strö­mung für die Fische unter­bro­chen wur­de, ist die öko­lo­gi­sche Durch­gän­gig­keit der Elbe blo­ckiert.

Hier­zu erklärt die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Nina Scheer, Ener­gie- und Umwelt­po­li­ti­ke­rin:

„Die aktu­el­le Situa­ti­on am Stau­wehr Geest­hacht ist vor allem zum Zeit­punkt der Fisch­wan­de­rung fatal. Eine Fisch­trep­pe ist auf eine funk­tio­nie­ren­de Lock­strö­mung ange­wie­sen. Die­se muss umge­hend wie­der­her­ge­stellt wer­den. Andern­falls ist die Durch­gän­gig­keit der Elbe für Fisch­ar­ten, die in den Ober­lauf der Elbe wan­dern, fak­tisch aus­ge­schlos­sen. Eine Unter­bre­chung mag aus Siche­rungs­grün­den in aku­ten Not­si­tua­tio­nen zu recht­fer­ti­gen sein. Aber nicht als Dau­er­zu­stand und erst recht nicht, wenn nun im Spät­som­mer die Wan­de­rung vie­ler Fisch­ar­ten ein­setzt. Inso­fern muss nun umge­hend ein Kon­zept zur Wie­der­her­stel­lung der Lock­strö­mung vor­ge­legt und umge­setzt wer­den.“

Durch die ver­än­der­ten Strö­mungs­ver­hält­nis­se sind nach Exper­ten­aus­künf­ten lau­fen­de Wie­der­an­sied­lungs­pro­jek­te in der Elbe und ihren Neben­flüs­sen, die den euro­pa­recht­li­chen Zie­len der Was­ser­rah­men­richt­li­nie (WRRL) und der Fau­na-Flo­ra-Habi­tat-Richt­li­nie (FFH) die­nen, gefähr­det. Bei einem mehr­jäh­ri­gen Aus­fall der Anla­ge am Süd­ufer müs­se folg­lich mit erheb­li­chen Rück­schlä­gen für die Wie­der­an­sied­lungs­pro­jek­te gerech­net wer­den, da die Laich- und Lebens­zy­klen der Fische auf Dau­er hier­durch gefähr­det wür­den.

Unter ande­rem in meh­re­ren Schrei­ben an das zustän­di­ge Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ver­kehr und digi­ta­le Infra­struk­tur hat­te sich die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te über die ver­gan­ge­nen Mona­te für die Wie­der­her­stel­lung der öko­lo­gi­schen Durch­gän­gig­keit der Elbe ein­ge­setzt.

Scheer: „Als SPD unter­stütz­ten wir vor Ort die Initia­ti­ve des Akti­ons­bünd­nis­ses ‘future 4 fishes’, mit der auf die für Wan­der­fi­sche desas­trö­se Situa­ti­on hin­ge­wie­sen wird. Hier­zu wer­de ich am 28. Juni 2020 ab 14.00 Uhr auch an einem ent­spre­chen­den Auf­ruf am Stau­wehr Geest­hacht teil­neh­men.“ Die Ver­an­stal­tung fin­det unter dem Mot­to ‘FUTURE 4 FISHES — die Elbe muss pas­sier­bar sein’ statt und wird von NABU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, BUND und dem Umwelt­bei­rat Geest­hacht orga­ni­siert.

Pres­se­mit­tei­lung als Pdf