Scheer: Bundestag gibt Startschuss für zukunftsweisende Forschungseinrichtung in Geesthacht

Veröffentlicht von Nina Scheer 27. Mai 2020

Bereits im Novem­ber 2019 hat­te der Deut­sche Bun­des­tag die Finan­zie­rung eines Insti­tuts des Deut­schen Zen­trums für Luft- und Raum­fahrt mit Sitz in Geest­hacht beschlos­sen. Es han­delt sich hier­bei um das ers­te die­ser Art in Schles­wig-Hol­stein. Im Mit­tel­punkt steht die Ent­wick­lung von ener­gie­ef­fi­zi­en­ten und schad­stoff­ar­men Antrie­ben für Schif­fe. Die bun­des­sei­tig jähr­lich für die­sen For­schungs­be­reich ver­füg­ba­ren 15 Mil­lio­nen Euro wer­den nun für die neue For­schungs­ein­rich­tung in Geest­hacht zu Ver­fü­gung gestellt.

Hier­zu erklärt die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Nina Scheer, Umwelt- und Ener­gie­po­li­ti­ke­rin:

„Mit den nun vom Bun­des­tag frei­ge­ge­be­nen För­der­mit­teln gelingt es, einen For­schungs­schwer­punkt für Zukunfts­tech­no­lo­gi­en und alter­na­ti­ve Antriebs­tech­no­lo­gi­en nach Geest­hacht zu holen. Dies ist ein gro­ßer Erfolg nach jah­re­lan­gem Wer­ben für alter­na­ti­ve Antriebs­tech­no­lo­gi­en.“

Vor­aus­set­zung für die heu­ti­ge Frei­ga­be durch den Haus­halts­aus­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges war eine Co-Finan­zie­rung des Lan­des, die bis­lang sei­tens der Lan­des­re­gie­rung Schles­wig-Hol­stein noch aus­stand und nun gebil­ligt wur­de. Nach­dem nun die Vor­aus­set­zun­gen zur Frei­ga­be der Finan­zie­rung erfüllt wur­den, konn­ten die Bun­des­mit­tel frei­ge­ge­ben wer­den.

„Das neue Insti­tut und die hier­mit ent­ste­hen­den Arbeits­plät­ze für etwa 90 hoch­qua­li­fi­zier­te For­sche­rin­nen und For­scher sind ein zukunfts­wei­sen­der Gewinn für den Wis­sen­schafts­stand­ort Geest­hacht. Für die Stand­ort­ent­schei­dung spricht auch die Nähe zum Helm­holtz-Zen­trum Geest­hacht, das zu den Spit­zen­rei­tern in der For­schung zur Was­ser­stoff­nut­zung zählt. Bei­de Ein­rich­tun­gen wer­den sicher­lich von­ein­an­der pro­fi­tie­ren“, so Scheer.

Der Schwer­punkt in Geest­hacht soll bei was­ser­stoff­be­trie­be­nen Brenn­stoff­zel­len-Bat­te­rie-Sys­te­men lie­gen, wobei auch Ver­bren­nungs­kraft­ma­schi­nen-Bat­te­rie-Hybri­de auf der Basis CO2-neu­tra­ler Treib­stof­fe betrach­tet wer­den sol­len. Ergän­zend soll das Insti­tut Kon­zep­te für gro­ße Ener­gie­spei­cher an Bord und ent­spre­chen­de Ver­sor­gungs­in­fra­struk­tu­ren an Land für alter­na­ti­ve Treib­stof­fe, spe­zi­ell Was­ser­stoff, erfor­schen.

Scheer: „Der Ein­satz von Was­ser­stoff­sys­te­men ist ein zen­tra­ler Bau­stein für die Mobi­li­täts­wen­de auch in der Schiff­fahrt, für die ich mich seit vie­len Jah­ren ein­set­ze. Der­zeit erfolgt ein Groß­teil des Welt­han­dels auf dem See­weg. Der Han­del- und Pas­sa­gier­schiffs­ver­kehr stellt eine enor­me Her­aus­for­de­rung für unse­re Kli­ma dar. Hoch­see­schif­fe emit­tie­ren unter ande­rem gro­ße Men­gen von Schwe­fel­oxi­den, Fein­staub und Ruß. Die­se Stof­fe sind hoch­gif­tig und schä­di­gen sowohl die Umwelt als auch unse­re Gesund­heit. Stick­oxi­de und Ruß tra­gen zudem erheb­lich zum Kli­ma­wan­del bei. Grund­vor­aus­set­zung für die Reduk­ti­on der schiffs­be­ding­ten Luft­ver­schmut­zung ist ein Wech­sel der Antrie­be und Umstieg auf rege­ne­ra­ti­ve Ener­gi­en. Geest­hacht wird mit dem neu­en For­schungs­in­sti­tut auf die­sem Weg nun noch ver­stärkt vor­ne mit dabei sein.“

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