Nord-CDU plant mit längeren AKW-Laufzeiten „Betrug“ am Steuerzahler

Veröffentlicht von Nina Scheer 22. Januar 2020

Zu sich häu­fen­den Mel­dun­gen aus den Rei­hen der CDU, die Lauf­zei­ten für Atom­kraft­wer­ke zu ver­län­gern, erklärt die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Dr. Nina Scheer, Ener­gie- und Umwelt­po­li­ti­ke­rin:

„Ange­sichts von mil­li­ar­den­schwe­ren Ent­las­tun­gen wie auch Zah­lun­gen aus Steu­er­mit­teln im Zusam­men­hang mit dem gesetz­li­chen Atom­aus­stieg zuguns­ten der Atom­wirt­schaft, wären AKW-Lauf­zeit­ver­län­ge­run­gen ein fak­ti­scher Betrug am Steu­er­zah­ler. Statt über Auf­kün­di­gung des Atom­aus­stie­ges zu spe­ku­lie­ren und damit der Gesell­schaft eine Fort­set­zung von Risi­ken und unge­lös­ter End­la­ge­rung zuzu­mu­ten, soll­te die CDU end­lich die Blo­cka­de der Ener­gie­wen­de auf­ge­ben. Woche für Woche unter­lässt es Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er, die gesetz­li­che Abschaf­fung des soge­nann­ten Solar­de­ckels vor­zu­le­gen und benutzt die­sen als Faust­pfand für Abstands­re­ge­lun­gen gegen Wind­ener­gie, mit denen zehn­tau­sen­de Arbeits­plät­ze ver­lo­ren gehen wer­den. Bei­des ist mit den Ener­gie­wen­de- und Kli­ma­schutz­zie­len Deutsch­lands sowie auch der Gro­ßen Koali­ti­on nicht ver­ein­bar. Statt auf Wind und Son­ne nun wie­der auf Atom­ener­gie set­zen zu wol­len, ist eine Bank­rott­erklä­rung gegen­über nach­fol­gen­den Genera­tio­nen.“

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Foto: BWE Branchentag/Tim Rie­di­ger