Fischaufstieg braucht schnelle Lösung

Veröffentlicht von Nina Scheer 10. Juli 2020

Auf Ein­la­dung der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Dr. Nina Scheer waren am Frei­tag in Geest­hacht die ört­li­che SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Kath­rin Bockey, das ört­li­che Akti­ons­bünd­nis ‚future 4 fishes‘, ver­tre­ten durch Hei­ke Kra­mer, NABU, Jens Gutz­mann, NABU, Juli­an Peem­öl­ler, Vor­sit­zen­der der SPD-Geest­hacht, Lukas Fran­ke, Mit­glied der SPD-Rats­frak­ti­on und der JUSOS, Hans-Hein­rich Sta­mer, BUND und Bet­ti­na Boll, BUND, sowie Vat­ten­fall, ver­tre­ten durch Dr. Mar­kus Weis­ser­mel, Roland Frie­bel und Mar­kus Rusch­ke und das Was­ser- und Schiff­fahrts­amt Lau­en­burg, ver­tre­ten durch Til­mann Tre­ber und Mar­tin Gell­ner sowie die Stadt Geest­hacht, ver­tre­ten durch ihren ers­ten Stadt­rat Dr. Georg Mie­bach zusam­men zu kom­men, um sich über Lösun­gen zur Wie­der­her­stel­lung der öko­lo­gi­schen Durch­gän­gig­keit an der Fisch­auf­stiegs­an­la­ge (Nord) am Stau­wehr Geest­hacht aus­zu­tau­schen.

Im Ergeb­nis wur­de eine Inte­rims­lö­sung im Wege einer Heber­lei­tung als die nun schnell umzu­set­zen­de Maß­nah­me gese­hen, mit der noch vor der ab Sep­tem­ber erwar­te­ten Fisch­wan­de­rung die öko­lo­gi­sche Durch­gän­gig­keit am Wehr (Nord­sei­te) von Geest­hacht wie­der her­ge­stellt wer­den kann. Dies wur­de sogleich in einem an das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um gerich­te­ten Brief der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten auf­ge­grif­fen.

Dar­in stimmt Vat­ten­fall „(ohne Aner­ken­nung von Rechts­grün­den) der vom WSA/WSV vor­ge­schla­ge­nen Inte­rims­lö­sung mit­tels einer Heber­lei­tung zu, sofern die Inte­rims­lö­sung voll­um­fäng­lich durch WSV/WSA finan­ziert, umge­setzt und betrie­ben wird und die Umset­zung der geneh­mi­gungs­recht­lich gebo­te­nen Dau­er­lö­sung durch die Inte­rims­lö­sung in kei­ner Wei­se ein­ge­schränkt wird.“

Die Umsetz­bar­keit gemäß der von Vat­ten­fall genann­ten Maß­ga­ben gel­te es zu prü­fen.

Nina Scheer: „Unser Gespräch war sicher ein Durch­bruch in der Fra­ge, nun schnell eine Inte­rims­lö­sung in Form einer Heber­lei­tung in Angriff zu neh­men. Denn nur so kann die Fisch­wan­de­rung in die­sem Jahr noch geret­tet wer­den.“

„Wir freu­en uns, dass der gest­ri­ge Ter­min mit Vat­ten­fall Moor­burg und dem WSA Lau­en­burg zustan­de gekom­men ist. Das Ergeb­nis kann sich sehen las­sen — die bis­her ver­fah­re­ne Situa­ti­on konn­te gelöst wer­den“, erläu­tert Hei­ke Kra­mer den Aus­tausch. Jens Gutz­mann ergänzt: „Die öko­lo­gi­sche Durch­gän­gig­keit auf der Nord­sei­te des Wehrs ist in Sicht. Elf Mona­te teils inten­si­ver Hin­ter­grund­ar­beit und die Demo „future 4 fishes“ zah­len sich aus!“

„Für die Fische muss eine sofor­ti­ge Lösung her!“ ist auch Kath­rin Bockey über­zeugt. Da alle bau­li­chen Maß­nah­men Gefahr lie­fen, nicht recht­zei­tig zur Ankunft der Wan­der­fi­sche am Wehr im Sep­tem­ber fer­tig zu wer­den, müs­se auch über die Umset­zung der Fische in den Ober­lauf recht­zei­tig nach­ge­dacht wer­den. „Hier ist das Land mit der Fische­rei­auf­sicht in der Pflicht und die Pla­nun­gen müs­sen par­al­lel zu den Bau­maß­nah­men ein­ge­lei­tet wer­den“, so Bockey.

„Ich hof­fe, dass es nun schnell vor­an geht; denn auch die Inte­rims­lö­sung kann nur eine sol­che sein, wenn sie schnell kommt“, so auch Bet­ti­na Boll.

Auf­grund von akut zur Siche­rung des Wehrs im letz­ten Jahr durch­ge­führ­ten Bau­maß­nah­men wur­de die öko­lo­gi­sche Durch­gän­gig­keit unter­bro­chen. Mit Blick auf die ab Sep­tem­ber 2020 erneut bevor­ste­hen­de Fisch­wan­de­rung gilt es nun eine Lösung zu fin­den, die sich noch recht­zei­tig rea­li­sie­ren lässt. Hier­zu hat­ten Nina Scheer und auch der NABU über die letz­ten Mona­te unter ande­rem viel­fa­chen Schrift­wech­sel mit dem Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um wie auch ande­ren ver­ant­wort­li­chen Stel­len.  Das Akti­ons­bünd­nis ‚future 4 fishes’ hat­te zuletzt in Geest­hacht auf die Dring­lich­keit ver­wie­sen.

Anla­ge:
Brief vom 9. Juli 2020 an Bun­des­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er