Einkünfte und Vergütungen

Veröffentlicht von Nina Scheer 8. Januar 2019

Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te bezie­hen für die Aus­übung ihres Man­da­tes eine zu voll ver­steu­ern­de Abge­ord­ne­ten­ent­schä­di­gung von monat­lich 10.083,47 € (seit dem 1. Juli 2019). Hier­von wer­den bei ver­säum­ten Abstim­mun­gen oder Sit­zungs­ta­gen – auch bei Krank­heit – je nach Grund 40 €, 100 € oder 200 € pro Tag abge­zo­gen.

Dane­ben erhal­ten Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te eine steu­er­freie Kos­ten­pau­scha­le in Höhe von 4.418,09 € im Monat (seit dem 1. Janu­ar 2019), etwa für eine zwei­te Woh­nung in Ber­lin, Wahl­kreis­bü­ros (Mie­te, Strom, Ver­si­che­rung etc.), Mobi­li­tät im Wahl­kreis, Tei­le der Büro­aus­stat­tung, Aus­ga­ben für Wahl­kreis­be­treu­ung, Reprä­sen­ta­ti­on, Ein­la­dun­gen, Ver­an­stal­tun­gen.

Die Auf­wands­ent­schä­di­gung wird jähr­lich zum 1. Janu­ar an die all­ge­mei­nen Lebens­hal­tungs­kos­ten ange­passt. Dar­über hin­aus­ge­hen­de man­dats­be­ding­te Kos­ten wer­den nicht erstat­tet und las­sen sich steu­er­lich nicht absetz­ten, da Abge­ord­ne­te von so genann­ten „Wer­bungs­kos­ten” kei­nen Gebrauch machen dür­fen.

Zudem erhal­ten Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te eine Büro­kos­ten­pau­scha­le von bis zu 12.000 € im Jahr für Büro­ma­te­ri­al im Ber­li­ner Büro, Soft­ware, tech­ni­sche Aus­stat­tung, Han­dy, Inter­net, Brief­pa­pier etc. Wird die Sum­me nicht auf­ge­braucht, fließt das ver­blie­be­ne Geld am Ende des Jah­res wie­der zurück in die Kas­se des Bun­des­ta­ges.

Monat­lich 22.201 € (Arbeit­neh­mer-Brut­to) ste­hen für die Beschäf­ti­gung von Mit­ar­bei­ter/-innen zur Ver­fü­gung. Das Gehalt wird vom Bun­des­tag direkt an die Mitarbeiter/innen aus­ge­zahlt. Wird die bereit­ge­stell­te Sum­me nicht aus­ge­schöpft, fließt der Rest­be­trag zurück an den Bun­des­tag. Fami­li­en­mit­glie­der des Abge­ord­ne­ten dür­fen nicht ein­ge­stellt wer­den.

Bei der Wahl der Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung kön­nen Abge­ord­ne­te zwi­schen gesetz­li­chen und pri­va­ten Ver­si­che­run­gen wäh­len. Nina Scheer ist gesetz­lich ver­si­chert. In die­sem Fall trägt der Deut­sche Bun­des­tag – wie bei allen Arbeit­neh­mer/-innen – die Hälf­te des Bei­trags zur gesetz­li­chen Kran­ken- bzw. Pfle­ge­ver­si­che­rung. Der­zeit beträgt Anteil für die Kran­ken­ver­si­che­rung und für die Pfle­ge­ver­si­che­rung 325,02 € im Monat.

Eine Alters­vor­sor­ge wird nach einem Jahr der Mit­glied­schaft im Deut­schen Bun­des­tag gewährt. Nach dem ers­ten Jahr beträgt die­se 2,5 Pro­zent der Abge­ord­ne­ten­ent­schä­di­gung und steigt mit jedem wei­te­ren Jahr der Mit­glied­schaft um 2,5 Pro­zent. Der inzwi­schen ver­rin­ger­te Höchst­be­trag liegt bei 67,5 Pro­zent der Abge­ord­ne­ten­ent­schä­di­gung und wird nach 27 Mit­glieds­jah­ren erreicht. Das Ein­tritts­al­ter für die Alters­ent­schä­di­gung ist – wie auch in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung – auf das 67. Lebens­jahr fest­ge­legt.

Nach einer Mit­glied­schaft von min­des­tens einem Jahr hat jeder Abge­ord­ne­te einen Anspruch auf ein Über­gangs­geld in Höhe der Abge­ord­ne­ten­ent­schä­di­gung, für jedes Jahr der Mit­glied­schaft einen Monat, höchs­tens jedoch 18 Mona­te lang.

Dane­ben ste­hen für die Abge­ord­ne­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges fol­gen­de Leis­tun­gen breit:

  • Flü­ge im Rah­men der Abge­ord­ne­ten­tä­tig­keit (inner­halb Deutsch­lands)
  • Netz­kar­te der Deut­schen Bahn (Bahn­Card 100, 1. Klas­se)
  • Nut­zung der Fahr­be­reit­schaft in Ber­lin
  • Monats­kar­te der Ber­li­ner Ver­kehrs­be­trie­be

Abge­ord­ne­te dür­fen unbe­grenzt dazu ver­die­nen. Neben­ver­diens­te wer­den nicht ver­rech­net. Alle Neben­jobs – bezahl­te oder unbe­zahl­te – sind dem Prä­si­den­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges unver­züg­lich unter der Anga­be der Ein­künf­te für jede ein­zel­ne Tätig­keit anzu­zei­gen, sofern die­se mehr als 1.000 € im Monat bzw. 10.000 € im Jahr betra­gen. Die Anga­ben erfol­gen für jede Tätig­keit in drei Stu­fen: Stu­fe 1 erfasst ein­ma­li­ge oder regel­mä­ßi­ge monat­li­che Ein­künf­te einer Grö­ßen­ord­nung von 1.000 bis 3.500 €, Stu­fe 2 Ein­künf­te bis 7.000 € und Stu­fe 3 Ein­künf­te über 7.000 €.

Nina Scheer bezieht kei­ne regel­mä­ßi­gen Neben­ver­diens­te. Alle unre­gel­mä­ßi­gen Neben­ver­diens­te sind über die­sen Link auf­zu­ru­fen.

Poli­ti­ker haben das Recht Spen­den und Geschen­ke nach eige­nem Ermes­sen anzu­neh­men, dür­fen sich hier­von aber nicht in ihrem Abstim­mungs­ver­hal­ten beein­flus­sen las­sen.

Es besteht kei­ne Pflicht Dienst­rei­sen zu ver­öf­fent­li­chen. Rei­sen müs­sen grund­le­gend begrün­det und vor Rei­se­an­tritt durch den betref­fen­den Aus­schuss oder die Frak­ti­on geneh­migt wer­den. Zur Finan­zie­rung ste­hen sowohl dem Bun­des­tag, als auch den Frak­tio­nen begrenz­te Bud­gets zur Ver­fü­gung.
Abge­ord­ne­ten sind nicht dazu ver­pflich­tet Steu­er­be­schei­de zu ver­öf­fent­li­chen.

ABGEORDNETENKODEX

Nina Scheer ist eine der Unter­zeich­ner/-innen des von Mar­ko Bülow, MdB und Ger­hard Schick, MdB initi­ier­ten „Ver­hal­tens­ko­dex für Abge­ord­ne­te” (FAQ), dem sich Abge­ord­ne­te par­tei­über­grei­fend anschlie­ßen kön­nen. Der Ver­hal­tens­ko­dex stellt eine frei­wil­li­ge Ver­pflich­tung dar, die weit über die bestehen­den Regu­la­ri­en hin­aus­geht und sich u.a. auf den Umfang von Neben­tä­tig­kei­ten, den Umgang mit Lob­by­is­ten und Geschen­ken und die Ver­öf­fent­li­chung von Dienst­rei­sen (vgl. Kalen­der) bezieht.

Eine regel­mä­ßig aktua­li­sier­te Über­sicht aller Gesprä­che mit Ver­bän­den, Unter­neh­men, NGOs und ande­ren Lob­by-Grup­pen ist hier ein­seh­bar: Gesprä­che, Stand 29.07.2019.