Fraktion vor Ort: Zukunft der Arbeit

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Gemeinsam mit meiner Kollegin Katja Mast, stellv. Fraktionsvorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, hatte ich am 20. April zu einer Betriebs- und Personalrätekonferenz nach Mölln eingeladen.


Unter der Überschrift ‚Zukunft der Arbeit' diskutierten wir mit Klaus-Stefan Clasen, Mitglied im DGB Kreisvorstand Herzogtum Lauenburg mit Personal- und Betriebsräten sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern über den Wandel von Arbeit und damit einhergehende Herausforderungen. So ändert sich die Arbeitswelt rasant – bedingt durch die demographische Entwicklung, Digitalisierung, Globalisierung und den technologischen Fortschritt.


Es bedarf besserer gesetzlicher Rahmenbedingungen, die gute Arbeit mit fairen Löhnen und sowohl die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen als auch die Förderung von Innovationen in Einklang bringen. Zudem gilt es unsere Standortvorteile in der Metropolregion zu nutzen und auszubauen. Zur besseren Vereinbarkeit von Arbeit mit der Familie muss zudem, wo immer möglich, die Flexibilisierung von Arbeit und Arbeitszeit weiterentwickelt werden.


Auf Drängen der SPD wurde im Koalitionsvertrag daher auch das Rückkehrrecht in Vollzeit verankert. In Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern wird damit das Recht geschaffen, nach einer Teilzeitphase wieder in die vorherige Arbeitszeit zurückzukehren. Ein weiterer Meilenstein dieser Wahlperiode ist die Abschaffung von sachgrundloser Befristung.

Hierzu und zu weiteren im Koalitionsvertrag festgeschriebenen arbeitspolitischen Vorhaben gab Katja Mast in ihrem Vortrag einen umfassenden Überblick. Sie ging darauf ein, dass insgesamt der Anteil befristeter Beschäftigungen steigt. Dies bedeute für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Mehr Unsicherheit, kein beruflicher Aufstieg, weniger Einkommen und es wird zweimal überlegt, ob Arbeitnehmerrechte eingefordert werden. Für mehr Perspektiven und Planbarkeit gelte es den Missbrauch bei Befristungen daher abzuschaffen. Auch im öffentlichen Dienst müsse dies wirken.

Im Rahmen des Fachgesprächs blieb zudem viel Raum für den Austausch mit den interessierten Gästen, die sich insbesondere auch für die Zukunft der Pflege, Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und den Fachkräftemangel interessierten. Gute Arbeitsbedingungen sind Voraussetzung für eine gute Weiterbildung und sichern Attraktivität, Motivation und Qualität im Weiterbildungsbereich. Ohne gute Arbeit bleibt lebensbegleitendes Lernen eine Leerformel. Hierfür bedarf es auch eines bundesweiten Rechts auf Weiterbildung.