Aktionswoche gegen Rechts in Glinde, 14.09.2013, Glinde

b_300_0_16777215_00_images_rueckblick_20130914DemoGlinde.jpgMit einem Demonstrationszug vom Markt zum Glinder Berg begann eine Aktionswoche gegen Rechts in Glinde.  Knapp 200 Menschen bekundeten durch ihre Teilnahme ihren Wunsch nach einem bunten und weltoffenen Glinde. Angeführt wurde die Demonstration von Bürgermeister Rainhard Zug und Bürgervorsteher Rolf Budde. Mit dabei waren neben anderen Abgeordneten auch der örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Martin Habersaat und SPD-Bundestagskandidatin Nina Scheer.

In ihrem Redebeitrag bei der abschließenden Kundgebung lobte Scheer das nicht nachlassende Engagement der Glinderinnen und Glinder gegen Rechts. Sie sieht aber auch die Politik in der Pflicht, die in diesen Fragen keinesfalls ohnmächtig sein müsse: „Die Politik hat es in der Hand, dass Deutschland von einem Einwanderungs- zu einem Einbürgerungsland  wird. Integration kann nur funktionieren, wenn gesellschaftliche Teilhabe gefördert und nicht erschwert wird" so Scheer mit einem Ja zur doppelten Staatsbürgerschaft. Scheer sprach sich für ein NPD-Verbotsverfahren aus und appellierte, die Verfassung ernst zu nehmen: "Unser Grundgesetz erklärt Parteien für verfassungswidrig, die sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung stellen. Das Unterlassen eines Verbotsverfahres vermittelt den Einklang von rechtsextremer Gesinnung mit unserer Rechtsordnung, die aber nicht gegeben ist". Darüber hinaus könne und müsse sich die Gesellschaft mit einer starken Sozialpolitik gegen die Spaltung der Gesellschaft wenden, auch um damit Nährboden für Extremismus zu vermeiden.

Insofern kann auch am 22. September bei der Bundestagswahl durch die richtige Stimmabgabe etwas für ein buntes und weltoffenes Glinde getan werden.