Zur Sache

Meinungsbeitrag, Klimaschutz, MdB Dr. Nina Scheer: Glaubwürdigkeit auf Zeit?

b_200_0_16777215_00_images_nina_bilder_Scheer_Nina_Pressebild_Gruen-quer.jpegMit einem Weiter-so wird Angela Merkel, einst als Klimakanzlerin bezeichnet, die Klimaschutzziele nicht erreichen können. Für Deutschland hatte sie bereits vor zehn Jahren das Ziel von 40 Prozent Treibhausgasminderung bis 2020 im Vergleich zu 1990 gesetzt. Nun erscheinen nach Berechnungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit allenfalls 32 Prozent Minderung erreichbar. Auch vorherige Prognosen zeigten in diese Richtung. Benannt wird dabei als Grund insbesondere der Stromsektor und damit die Kohleverstromung. Laut Bundesnetzagentur sind 54 Prozent aller Emissionen des Stromsektors allein auf die Braunkohleverstromung zurückzuführen. Im Verkehrssektor ist es das Ziel der Bundeskanzlerin, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bekommen. Allerdings wurden bis Anfang 2017 gerade einmal 34.000 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Weitere alternative Antriebe bleiben dahinter noch weit zurück. Das Automobil-Land droht bei der Energie- und Verkehrswende sowie der Einführung von Speichertechnologien europäisch und weltweit abgehängt zu werden.

Wir brauchen den beschleunigten Umstieg auf Erneuerbare Energien, für Gesundheit-, Umwelt- und Klimaschutz, auch aus Gründen der Verteilungsgerechtigkeit endlicher Ressourcen. Hiermit geht zwangsläufig die Ablösung fossiler Ressourcen einher. Eben dies verlangt nach politischer Gestaltung, um andernfalls drohenden Strukturbrüchen vorzubeugen und die Überführung freiwerdender Arbeitskräfte in Zukunftstechnologien in Form anreizbasierter Rahmenbedingungen zu gewährleisten.

Immer wieder betonte Angela Merkel, die Ziele würden nicht in Frage gestellt. Umsetzungsschritte wurden dabei aber systematisch unterlassen oder zeigten gar in die entgegengesetzte Richtung – angefangen mit dem unionsseitig eingeforderten Ausbau-Deckel für Erneuerbare Energien, bis hin zu Blockaden in Fragen neuer Rahmenbedingungen für neue Umlage-Finanzierungsmodelle oder gar einer Schadstoffbepreisung bei fossilen Energien.

„Glaubwürdigkeit auf Zeit“ in Form von Zielen, um des Wohlklangs ihrer selbst willen, deren Erfüllung in der politischen Praxis gar ins Gegenteil verkehrt wird, sind gefährlich! Sie rufen zum Stillhalten all derer auf, die sich entsprechender Ziele widmen und tragen zur Entpolitisierung bei. Sie provozieren Stillstand und Vertrauensverlust – zum Schaden unserer Demokratie!

Scheer: Örtliche CDU-Forderung nach beschleunigter Entscheidung offenbart Unkenntnis bestehender Gesetzes- und Gefährdungslage

b_200_0_16777215_00_images_nina_bilder_2015-07-27-Mölln_Nina_Scheer-QF.JPGAnlässlich der aktuellen Forderung der CDU Geesthacht, die Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle zu beschleunigen, erklärt die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer:

„Die schnellstmögliche Findung eines sicheren Endlagers ist unbestreitbares Ziel! Wer allerdings nun freischwebend, offenbar in Unkenntnis gerade erst errungener Gesetzesgrundlagen, den Wettbewerb um einen Endlagerstandort als Mittel der Wahl ins Spiel bringt, muss sich vorwerfen lassen, auch Geesthacht - unabhängig von Fragen der Geeignetheit - als möglichen Endlagerstandort herbeizurufen. Gerade die Erfahrungen mit dem nach wie vor einsturzgefährdeten Lager Asse haben gezeigt, dass die Sicherheit eines Endlagers ganz entscheidend von der gründlichen und damit unvermeidbar zeitaufwändigen Standortauswahl abhängt. Wer dies in Abrede stellt, hat die Strahlenrisiken offenbar immer noch nicht erkannt. Die bislang weltweit nicht gelöste Endlagerproblematik ist und war schließlich einer der Hauptgründe, aus der Atomenergie auszusteigen. Dennoch leistete sich die schwarz-gelbe Bundesregierung im Jahr 2010 eine Laufzeitverlängerung, die weiteren Atommüll bedeutet und durch Stümperhaftigkeiten bei ihrer Rückabwicklung eine milliardenschwere Steuerrückzahlung zugunsten der Atomwirtschaft verursachte. Für Atommüll gelten andere Gesetzmäßigkeiten als für Hausmüll. Die Erkenntnis, dass man lieber keinen Atommüll vor der Haustür hätte, reicht nun mal nicht aus, um der drängenden Endlagerfrage auch in der Umsetzung gerecht zu werden.“

Zwei Jahre lang tagte in insgesamt 127 Sitzungen mit einer Gesamtlänge von mehr als 600 Stunden eine Endlagersuchkommission; abschließend folgte ein Gesetzgebungsverfahren mit allein neun Anhörungen. Mitglieder der Kommission waren Vertreter aller im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien, Wirtschaftsvertreter, Vertreter verschiedener gesellschaftlichen Gruppen sowie Mitglieder der Landesregierungen. Die Kommission oder ihre Arbeitsgruppen haben über 550 Drucksachen und 68 Kommissions-Materialien, wie Expertisen externer Fachleute, beraten. Der Abschlussbericht der Kommission wurde am 27. Juni 2016 mit nur einer Gegenstimme verabschiedet.

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Scheer für gründliche Aufarbeitung des Wahlergebnisses

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Aus allen Regionen des Wahlkreises waren SPD-Mitglieder der Einladung zum Wahlabend der örtlichen SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Nina Scheer in den Lindenhof nach Geesthacht gefolgt, zu dem sie gemeinsam mit der SPD Geesthacht eingeladen hatte. Über 70 Gäste verfolgten den Abend über die Ergebnisse. Allgemeine Ernüchterung zeigte sich angesichts des für die SPD bundesweit historisch schlechtesten Ergebnisses der Nachkriegszeit.

Nina Scheer, seit 2013 Abgeordnete für den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd, wird mit Listenplatz 3 über die Landesliste der SPD Schleswig-Holstein auch dem 19. Deutschen Bundestag angehören. Die Wahlergebnisse variierten dabei über den Wahlkreis verteilt. In Geesthacht lag Nina Scheer mit 33 % der Erststimmen mit den 33,9 %, die Norbert Brackmann erzielte, fast gleichauf. Nina Scheer sprach ihrem Kollegen ihre Gratulation zum Direktmandat aus und dankte allen Helferinnen und Helfern für die breite Unterstützung.

Scheer: „Die starken Verluste beider großen Volksparteien sagen auch etwas über die große Koalition aus, die sich auf dieser Grundlage, aber auch aufgrund der großen programmatischen Unterschiede nicht fortsetzen lassen wird.“ Bereits im Verlauf der letzten Jahre sei es aufgrund der unterschiedlichen Zielvorstellungen zunehmend schwerer geworden, die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen, so Scheer. Es bedürfe nun einer gründlichen Aufarbeitung des Wahlergebnisses. Wenn die Stimme des Protestes nun die drittgrößte Fraktion darstelle, bedrohe dies das demokratische Selbstverständnis einer Gesellschaft, erfordere aber zugleich eine intensive Auseinandersetzung mit den gegebenen Ängsten der Menschen.

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Foto: Jan Burmeister

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Gemeinsame Erklärung von Dr. Andreas Dressel (Hamburg) und Dr. Nina Scheer zur Schienenanbindung Hamburg-Geesthacht

b_200_0_16777215_00_images_nina_bilder_Scheer-Nina-quer.jpgZur aktuellen Diskussion über Sinn und Wirtschaftlichkeit einer Schienenanbindung Hamburg-Geesthacht erklären Hamburgs SPD-Fraktionsvorsitzender, Dr. Andreas Dressel und die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd, Dr. Nina Scheer:

„Wir unterstützen nach wie vor Überlegungen für eine Schienenanbindung von Geesthacht nach Hamburg und begrüßen, wenn eine baldige und konstruktive Auseinandersetzung durch beide Landesregierungen und den Kreis Herzogtum Lauenburg mit dem Projekt erfolgt.“

Andreas Dressel: „Es ist gut nachvollziehbar, dass eine Stadt von der Größenordnung Geesthachts eine Bahnverbindung anstrebt. Geesthacht ist wichtiger Eckpfeiler in der Metropolregion Hamburg. Da ist es im Sinne guter Nachbarschaft, dass wir eine gute Anbindung konstruktiv begleiten. Gleichwohl ist klar, dass Hamburg und Schleswig-Holstein auch noch andere prioritäre Schienenverkehrsprojekte wie S4 und S21 auf der Agenda haben.“

Nina Scheer: „Ich freue mich sehr über die konstruktive Haltung der Hamburger SPD-Fraktion. Für Geesthacht sind die beiden Verkehrsprojekte „Umgehungsstraße“ und „Schienenanbindung nach Hamburg“ von herausragender Bedeutung. Eine verkehrliche Anbindung wie sie Wedel, Reinbek oder Ahrensburg haben, ist auch für Geesthacht als mit Abstand größte Stadt im Kreis unerlässlich.“

Nina Scheer besucht Handwerk

b_200_0_16777215_00_images_2017_2017-09-16-Tag_des_Handwerks_Ratzeburg-Scheer.jpgDie örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer besuchte zusammen mit der SPD-Landtagsabgeordneten Kathrin Wagner-Bockey am Samstag, den 16. September 2017, den Tag des Handwerks in Ratzeburg. Kreishandwerksmeister Markus Räth thematisierte in seiner Eröffnungsrede unter anderem die gebührenfreie Ausbildung für alle, woran Nina Scheer in ihrem Grußwort anknüpfte: „Chancengerechtigkeit verlangt, dass Bildung und Ausbildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt.“ In Bezugnahme auf die Entwicklung der Berufsbildung in Mölln appellierte Nina Scheer an den Kreis, auch das Berufsbildungszentrum Geesthacht aufrecht zu erhalten, wie dies derzeit etwa mit umfangreichen Unterschriftenlisten aus der ganzen Region gefordert werde. Anknüpfend an den stetigen Austausch mit der Kreishandwerkerschaft erklärte Scheer, sich weiterhin für den Erhalt des Meisterbriefs als Garant für Qualität einzusetzen.

Während des anschließenden Rundgangs über den Tag des Handwerks auf dem Ratzeburger Marktplatz kam die Bundestagsabgeordnete mit zahlreichen Handwerkern ins Gespräch. Mit der Unterstützung des Auszubildenden Linus Staedt entstand ein Schieferherz. Scheer: „Da erahnt man, mit welcher Präzision auf dem Dach gearbeitet wird.“

Der Tag des Handwerks findet bereits zum siebten Mal statt. Ausrichter ist die Kreishandwerkerschaft Herzogtum Lauenburg. An 17 Ständen präsentierten sich die verschiedenen Innungen den Besucherinnen und Besuchern.

 

Weiterlesen: Nina Scheer besucht Handwerk

Zur Bedeutung der Energiewende – Vortrags- und Diskussionsabend mit Franz Alt und Nina Scheer

b_200_0_16777215_00_images_2017_2017-09-08-Nina_Scheer_VA_Franz_Alt.JPGAuf Einladung der örtlichen SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Nina Scheer und der SPD Büchen besuchten am Freitag, den 8. September gut 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger den Vortrags- und Diskussionsabend mit dem Experten für ökologische Kommunikation, Dr. Franz Alt, im Bürgerhaus zu Büchen. Thema des Abends war: 'Klima – Energie – Flucht: Wie alles zusammenhängt und wie aus Krisen Chancen werden'.

Nach dem Grußwort des Vorsitzenden der SPD Büchen, Lars Schwieger, skizzierte Nina Scheer die aktuellen Herausforderungen der Energiewende: „Auch wenn sich heute niemand mehr offen gegen die Energiewende ausspricht, steht der Umstieg auf Erneuerbare Energien vor künstlich geschaffenen und fortbestehenden Hürden.“ So werde mit verzerrenden Kostendiskussionen und dem Verweis auf fehlende Netze der fälschliche Eindruck erweckt, man müsse den Ausbau Erneuerbarer Energien verlangsamen. Scheer fordert schon seit langem eine Schadstoffbepreisung: „Wenn Schadstoffe im Energiepreis einbezogen werden, sind Erneuerbare Energien unschlagbar günstig und bedürfen keiner weiteren Förderung mehr.“ Heute sei der Preis für Schadstoffe nicht im Energie- bzw. Strompreis enthalten, sondern durch Klimafolgeschäden, steigende Versicherungsprämien, Gesundheits- und Umweltschäden. Eine fehlende Einpreisung sei eine versteckte Subvention und Wettbewerbsverzerrung zulasten Erneuerbarer Energien, die die Allgemeinheit finanziere. Mit Blick auf die Endlichkeit fossiler Ressourcen sei der Umstieg auf Erneuerbare Energien auch aus friedenspolitischen Gründen unausweichlich: „Nur mit der Beendigung unserer Abhängigkeit von fossilen Ressourcen lassen sich weitere Kriege um Öl oder Gas verhindern.“

Den Aussagen Nina Scheers schloss sich Franz Alt an, der in seinem Vortrag zudem die Gefahren des Klimawandels betonte. Alt warnte vor einem klimabedingten Anstieg der Meere, der alleine in Afrika langfristig jeden Dritten betreffen könne. Schon heute seien in Afrika 18 Millionen Menschen klimabedingt auf der Flucht. Der Klimawandel betreffe alle Kontinente. Bangladesch, ein Land mit über 160 Millionen Einwohnern, liege durchschnittlich nur 3 Meter über dem Meeresspiegel.

Vielerorts, sei es etwa in Grönland oder am Nordpol, hat sich Franz Alt ein eigenes Bild vom fortschreitenden Gletscherschmelzen gemacht, so dass seine warnenden Worte sehr nachdrücklich bei den interessierten Besucherinnen und Besuchern ankamen. Gleichzeitig beeindruckte Alt in seinem Vortrag mit Fotos aus aller Welt, die ästhetisch in Architektur und Landschaft eingebettete verschiedenste Techniken zur Gewinnung Erneuerbarer Energien zeigten.

Neben seinen viel zitierten Worten „die Sonne schickt uns keine Rechnung“, betonte Franz Alt, dass Solarstrom Sozialstrom sei. Scheer und Alt waren sich einig, dass die Energiewende auch eine sozialpolitische Dimension habe und eine Frage der Gerechtigkeit sei, so sei ein sicherer Zugang zu bezahlbarer Energie maßgeblich für Entwicklung und Fortschritt. Zudem seien durch Erneuerbaren Energien weltweit schon 10 Millionen Arbeitsplätze geschaffen worden, bis 2025 seien 24 Millionen zu erwarten, so Alt. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) habe Deutschland einen bedeutenden entwicklungspolitischen Beitrag geleistet, da durch die damit einhergehende Förderung, etwa von Photovoltaikanlagen, der Massenmarkt möglich geworden sei. Der dezentrale Zugang zu Strom sei auch eine herausragende Entwicklungshilfe.

Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen zu Klima und Energie direkt an Scheer und Alt zu richten, etwa den Ausbau der Windkraft, Elektromobilität und Solarenergie betreffend.

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v.l.: Lars Schwieger, Franz Alt, Nina Scheer, Gitta Neemann-Güntner

Nina Scheer besucht mit Ralf Stegner und Bürgermeister Olaf Schulze Geesthachter Einzelhändler

b_200_0_16777215_00_images_nina_bilder_2017-08-30-Einzelhandler.jpgGemeinsam mit dem SPD-Landesvorsitzenden und Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Dr. Ralf Stegner, Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze, SPD, sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden der Geesthachter SPD-Ratsfraktion Hartmuth Döpke besuchte die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer am Mittwoch, den 30. August 2017, Einzelhändler in der Geesthachter Innenstadt, darunter Optiker Jacob, das Tabakwaren- und Zeitungsgeschäft Olaf Fries KG sowie das Café der Bäckerei Zimmer.

„Allein der eine Gang durch die Fußgängerzone, mit Gesprächen bei drei Einzelhändlern hat malwieder die Vielfalt der politischen Aufgaben gezeigt: von der berechtigten Forderung nach einem Bahnanschluss für Geesthacht über ein Lob an die Stadt für die neue Fußgängerzone, Fragen des Fachkräftemangels, bis hin zum Jugendschutzgesetz, das es für den Versandhandel von Alkoholgetränken im Verhältnis zu Tabakwaren zu verschärfen gilt“, so das Fazit von Nina Scheer.

Uwe Edler, Inhaber und Geschäftsführer von Optiker Jacob, thematisierte u.a. bestehende Unklarheiten über die Kostenübernahme von Brillen durch die Krankenkassen, die – anders als verbreitet angenommen – erst mit stärkerer Sehschwäche gewährt werde. Oliver Fries, Inhaber der Olaf Fries KG, war der Jugendschutz ein zentrales Anliegen. 

Auch mit Jörg Zimmer, dessen Unternehmen nun auf seinen Sohn übergeht, konnten eine Reihe politischer Fragen diskutiert werden, etwa auch den allseits spürbaren Fachkräftemangel betreffend.

Nina Scheer resümiert: „Eine lebendige Stadt braucht auch Vielfalt und einladenden Einzelhandel. Die Fußgängerzone von Geesthacht hat auch in diesem Sinne für die gesamte Region positive Ausstrahlungswirkung.“

Weiterlesen: Nina Scheer besucht mit Ralf Stegner und Bürgermeister Olaf Schulze Geesthachter Einzelhändler

Auch Johanniter Krankenhaus Geesthacht fordert den Bahnanschluss für Geesthacht

b_200_0_16777215_00_images_nina_bilder_2017-08-30-Nina_Scheer_Besuch_Johanniter_Krankenhaus.jpgGemeinsam mit dem SPD-Landesvorsitzenden und Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Dr. Ralf Stegner, Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze, SPD, sowie Mitglied der Geesthachter SPD-Ratsfraktion Gabriele Peterburs besuchte die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer am Mittwoch, den 30. August 2017, das Geesthachter Johanniter Krankenhaus.

Der vielfältige Austausch mit Geschäftsführer Carsten Schwaab, dem Chefarzt der Chirurgie sowie ärztlichem Leiter Dr. Frank Templin und der Pflegedienstleiterin Carmen Schönberg hatte neben den Herausforderungen des Fachkräftemangels auch die Konkurrenz zwischen den Kliniken zum Thema.

Gleich zu Beginn stand allerdings ein übergreifendes Thema an: Der Bahnanschluss für Geesthacht, für den sich die Klinikleitung mit einem dringenden Appell aussprach. Alle Anwesenden waren sich einig, dass sowohl die Größe der Stadt, ihre Bedeutung für den Kreis, als Krankenhausstandort, aber eben auch die Schwierigkeit, Fachkräfte zu finden, dringend einen Bahnanschluss erfordere. Bahnanschluss und Umgehungsstraße müssten endlich in die Wege geleitet werden. Diese Forderung bekräftigen auch Ralf Stegner, Nina Scheer, Olaf Schulze und Gabi Peterburs.

Nina Scheer: „Das Johanniter-Krankenhaus ist bedeutend für den Standort Geesthacht als größte Stadt des Kreises. Es deckt die gesundheitlichen Bedürfnisse der Menschen in der Region ab und genießt auch wegen seiner Nähe zu den Patientinnen und Patienten aus der Region einen sehr guten Ruf."

Ralf Stegner benannte die Bekämpfung des Fachkräftemangels als eine zentrale Aufgabe unserer Zeit und der nächsten Jahre.

„Pflegekräfte müssen deutlich besser bezahl werden, um Pflegenotstand entgegen zu wirken“, unterstrich Scheer. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die Reform der Pflegeberufsausbildung eingegangen, deren Umsetzung es in den kommenden Jahren zu begleiten gelte.

„Für die veränderten Anforderungen braucht es Pflegefachfrauen und –männer mit erweiterten Kompetenzen, nicht zuletzt deshalb, weil in den Krankenhäusern der Anteil älterer und demenziell erkrankter Patienten steigt und in den Seniorenhäusern der medizinische Behandlungsbedarf der Bewohner zunimmt. Allerdings müssen die genauen Ausbildungsinhalte noch in einer entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsverordnung festgelegt werden. Diese soll erst im Sommer 2018 vom Bundestag beschlossen werden. Bis dahin bleiben viele Fragen offen“, erläuterte Carsten Schwaab. Nina Scheer betonte ihr Anliegen, diesen Weg im engen Austausch mit den Kliniken und Pflegeeinrichtungen zu gehen.

Das Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung behandelt im Jahr rund 20.000 Patientinnen und Patienten. Mit 720 Entbindungen im Jahr liege das Krankenhaus im schleswig-holsteinischen Vergleich weit vorne.

Foto (v.l.): Olaf Schulze, Gabriele Peterburs, Carsten Schwaab, Carmen Schönberg, Dr. Frank Templin, Dr. Nina Scheer, Dr. Ralf Stegner

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Offener Leserbrief: Energiewende auch für Mobilität

b_200_0_16777215_00_images_pressebild_Scheer-Nina.jpgDer Abgasskandal gibt in vielerlei Hinsicht sowohl zu denken als auch Aufgaben an die Hand. Nicht in Frage stehen darf die ausschließliche Pflicht der Automobilindustrie, die vielen mit Schadstoffsoftware versehenen Fahrzeuge in einen Zustand zu versetzen, wonach sie den vertraglichen und gesetzlichen Anforderungen genügen! Zugleich müssen aber auch auf der politischen Ebene Weichen gestellt werden. Wir brauchen eine Verkehrswende – die Energiewende auch für Mobilität.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz skizziert mit seinem Punkteplan zur Elektromobilität erste wichtige Schritte zur Mobilitätswende.

Und die Reaktion? Bezeichnenderweise schossen sich sowohl CDU/CSU als auch so manche Medien einzig auf den am schwersten durchsetzbaren Punkt des Planes ein: die Einführung einer europäischen E-Mobilitätsquote. Ungleich größere Wirkungen können unmittelbar von der ebenfalls mit dem Punkteplan geforderten Einführung einer Musterfeststellungsklage, einer Variante für Sammelklagen, ausgehen. Dann nämlich würde die Gemeinwohlschädlichkeit wie auch Kriminalität des über Jahre anhaltenden Betrügens durch die betreffende Automobilwirtschaft offenbar und praxistauglich justiziabel. Grotesk mutet es an, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel eben diesen Vorschlag in Gestalt eines bereits vorliegenden Gesetzentwurfes von SPD-Bundesjustizminister Heiko Maas blockiert, zugleich aber keinen einzigen wirksamen Vorschlag zu unterbreiten weiß, dem unverantwortlichen Treiben von Teilen der Automobilbranche ein Ende und eine Mobilitätswende in Gang zu setzen.

Eine weitere Aufgabe ist der beschleunigte Umstieg auf Erneuerbarer Energien – auch für Mobilität. Um nicht mit Atom- oder Kohlstrom zu fahren, brauchen wir mehr Erneuerbare Energien. Ausbau-Mengenbegrenzungen sind kontraproduktiv.

 

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Dr. Nina Scheer ist Ansprechpartnerin für Erneuerbare Energien und Umweltwirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied der SPD Grundwertekommission und im Landesvorstand der SPD Schleswig-Holstein.

Nina Scheer mit Ralf Stegner besuchen HELIOS Klinik Geesthacht - Starker Appell für den Erhalt des Berufsbildungszentrums Geesthacht

b_200_0_16777215_00_images_nina_bilder_2017-08-30-Helios_Klinik.jpgGemeinsam mit dem SPD-Landesvorsitzenden, stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden und Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Dr. Ralf Stegner besuchte die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer am Mittwoch, den 30. August 2017 die HELIOS Klinik Geesthacht. Die Fachklinik für Neurologie und Neurologisches Rehabilitationszentrum behandelt Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre.

Im Austausch mit Dr. med. Achim Nolte, Ärztlicher Direktor und Chefarzt HELIOS Klinik Geesthacht, und der stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Kristiane Nielsen wurden unter anderem sowohl Möglichkeiten der Rehabilitation als auch der Fachkräftemangel in der Pflege thematisiert.

In diesem Zusammenhang sprach sich Achim Nolte auch für den Erhalt bzw. gegen die von Seiten des Kreises geplante Schließung des Berufsbildungszentrums Geesthacht aus. In der Klinik kamen viele weitere Unterschriften auf der von Nina Scheer mitgebrachten Unterschriftenliste hinzu; die Sammel-Aktion wird derzeit von Geesthachter Parteien, auf Initiative der Schulausschussvorsitzenden Hicran Hayik-Koller (SPD), durchgeführt. Bereits am vergangenen Wochenende waren über 1000 Unterschriften eingegangen.

Nina Scheer und Ralf Stegner brachten ihre große Anerkennung für die Leistungen der Klinik zum Ausdruck. „Es ist beeindruckend, mit wieviel kreativen Ideen und medizinisch neuen Möglichkeiten hier schwer verletzten jungen Menschen und auch ihren Familien geholfen wird“, so Scheer. Die Schließung des Berufsbildungszentrums in Geesthacht würde die Klinik unmittelbar, aufgrund wegfallender Auszubildenden treffen. Es bestand Einvernehmen, dass dies angesichts des Fachkräftemangels nicht zu verantworten sei.

Dr. med. Achim Nolte, zog ein positives Fazit nach dem Besuch: „Wir freuen uns immer, wenn politische Entscheidungsträger unsere Klinik besuchen. Das gibt uns die Möglichkeit, die besonderen Belange von Kindern und Jugendlichen – und der betroffenen Familien – in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.“

Die Klinik wurde 1912 als Lungenheilstätte eröffnet. Seit 2006 ist sie im Besitz der HELIOS GmbH. Mit dem kürzlich eröffneten Neubau steigt die Bettenzahl auf nunmehr 125.  

Foto: Nina Scheer, Achim Nolte, Kristiane Nielsen, Ralf Stegner

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