Jobwunder Nachhaltigkeit, 19. November 2012, Ahrensburg

v.l.n.r. Michael Müller, Tobias von Pein, Nina Scheer
v.l.n.r. Michael Müller, Tobias von Pein, Nina Scheer

Nina Scheer, Vorstand der Hermann-Scheer-Stiftung und Geschäftsführerin von UnternehmensGrün e.V., diskutierte auf Einladung von MdL Tobias von Pein in Ahrensburg mit dem NaturFreunde-Bundesvorsitzenden Michael Müller über den Umstieg auf eine nachhaltige Wirtschaft, wie er beispielhaft im Energiebereich stattfinde. Die Stromversorgung gehört nach Auffassung der Energieexpertin Nina Scheer wieder in die Hände der Kommunen. Nur so sei sie bürgernah.

In „Uns Huus“ beteiligten sich 30 Zuhörer eifrig an der Diskussion. Michael Müller, früherer Umweltstaatssekretär in Berlin, warnte davor, die Belastung der Natur so fortzusetzen, wie in den letzten Jahrzehnten. Die Menschheit habe die Grenzen des Wachstums bereits überschritten. Nach neuesten Erkenntnissen sei eine Erwärmung der Atmosphäre um mehr als zwei Grad kaum noch zu verhindern. Der Gipfel der Ölförderung (Peak Oil) sei bereits überschritten. Energiewende sei die Schlüsselfrage, ob die Menschheit in der Lage sei, noch rechtzeitig umzusteuern.

Nina Scheer, Geschäftsführerin von UnternehmensGrün, einem Verband kleiner und mittelständischer Unternehmen, die sich nachhaltige Wirtschaftsweisen einsetzen, machte das Konkurrenzdenken und das Gewinnstreben in der Wirtschaft für die Krisen der Marktwirtschaft verantwortlich. Kooperation von Unternehmen und die Beteiligung der Mitarbeiter könnten sozialen Ausgleich schaffen. Für eine erfolgreiche Energiewende sei aber auch notwendig, die Netze in öffentliche Hand zu übernehmen. Tobias von Pein dankte den beiden Referenten und wird prüfen, ob sich Gesprächsrunden dieser Art regelmäßig in Ahrensburg veranstalten lassen. Er werde die Anregungen mit nach Kiel nehmen, denn hier sei die neue Landesregierung schon auf einem guten Weg, z.B. bei der Ausweisung von weiteten Windeignungsflächen.

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